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In den Köpfen der Menschen ist das Klischee weit verbreitet, dass jeweils der Mann mehr Lust auf Sex hat als die Frau. In den letzten 2 bis 5 Jahren hat sich diesbezüglich jedoch einiges verändert. Immer mehr Frauen klagen darüber, dass ihr Partner keine Lust auf Sex habe und dem Thema sogar aus dem Weg gehe.


Bei Themen wie diesen gibt es meistens eine Vorgeschichte, weshalb es dazu gekommen ist. Habt den Mut und sprecht darüber. Erinnert euch an die Zeit, als es noch lustvoll zwischen euch zu und her ging und zeichnet zum Beispiel eine Timeline auf, um zusammen herauszufinden, ab wann sich die Sexualität verändert oder sogar verabschiedet hat.

Als Inspiration hier einige Fragen:

  • Seid ihr schon lange zusammen?
  • Wohnt ihr zusammen?
  • Habt ihr (gemeinsame) Kinder?
  • Habt ihr viel Stress?
  • Verhütet die Frau hormonell?
  • Habt ihr euch mit oder ohne hormonelle Verhütung kennengelernt?
  • Habt ihr Wünsche in Bezug auf die Paarsexualität?
  • Stört euch etwas am anderen?
  • Praktiziert ihr für euch Selbstbefriedigung?
  • Wenn ja – wie viele Male pro Woche?
  • Wenn ja – immer mit Hilfe von Pornos oder ohne?
  • Hat einer von beiden eine Affäre?
  • Seid ihr noch emotional verbunden?
  • Wollt ihr noch zusammen sein?
  • Werden regelmässig Medikamente (z. B. Blutdrucksenker oder Antidepressiva) eingenommen?

Visuelle Stimulation

In den letzten Jahren hat sich einiges verändert, seit der Zugang zu Pornos zugenommen hat. Viele Männer funktionieren vom Gehirn her so, dass sie sehr klar auf eine visuelle Stimulation reagieren, vor allem wenn es um das Thema Sexualität geht.

Berührungen und Küsse als Stimulation

Frauen könne sich eher durch ihre eigene Fantasie, schöne Berührungen, gute Küsse und schöne Worte erregen. So hat jeder Mensch seine eigenen oft sehr intimen Erregungsquellen und Gewohnheiten. Oft trauen sich die Partner nicht, ihrem Gegenüber ihre Präferenzen in Bezug auf ihre Erregungsquellen zu offenbaren. Die Menschen haben Angst davor, dass sie von der/dem Partner/in als «pervers» abgestempelt werden. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass sich vor allem Männer ihre eigene Welt mit dem Konsum von Pornos kreieren und so fast «einfacher» zu einer guten Erregung inklusive Orgasmus kommen.

Fehlt diese explizite, visuelle Stimulation, kann es passieren, dass Männer in der Paarsexualität Mühe haben, eine Erektion aufrecht zu erhalten oder sie überhaupt zu erreichen. Geschweige denn, überhaupt ohne diese Bilder zum Orgasmus zu kommen.
Da diese Situation für den Mann sehr unangenehm sein kann, gehen einige Männer dem Thema Paarsexualität lieber aus dem Weg, um nicht wieder in eine solche Situation zu geraten, was dann bei der Partnerin so aussieht, als hätte er keine Lust auf Sex.